|
Unter Leitung von Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble trat
heute nach einem Empfang bei Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zum
letzten Mal in der Legislaturperiode das Plenum der Deutschen Islam
Konferenz (DIK) im Hamburger Bahnhof in Berlin zu seiner 4. Sitzung
zusammen.
"In den vergangenen drei Jahren haben wir das Verhältnis von Staat
und Muslimen in Deutschland grundlegend verändert und einen Prozeß der
Integration auf den Weg gebracht", so Bundesinnenminister Dr. Wolfgang
Schäuble. "Die Konferenz setzt ein deutliches Zeichen, dass Muslime in
Deutschland angekommen und aufgenommen und damit ein Teil Deutschlands
geworden sind."
Mit der Deutschen Islam Konferenz ist erstmalig in der Geschichte
der Bundesrepublik Deutschland ein gesamtstaatlicher Rahmen für den
Dialog mit den in Deutschland lebenden Muslimen geschaffen worden.
Thema der heutigen Sitzung waren die Ergebnisse der Studie
"Muslimisches Leben in Deutschland", die Empfehlungen der
Arbeitsgruppen und des Gesprächskreises der DIK zur Förderung des
Wertekonsenses im Alltag, des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der
Integration der in Deutschland lebenden Muslime, zur Lösung religiös
begründeter praktischer Fragen im Schulalltag sowie zur Ausbildung von
Imamen und zur Etablierung islamisch-theologischer
Hochschuleinrichtungen in Deutschland.
"Allen Mitwirkenden der beratenden Gremien gilt unser Dank für ihre
intensive Arbeit und ihr großes Engagement in den gesamten letzten drei
Jahren" betonte Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble. Die
Islamkonferenz habe sich in den vergangenen drei Jahren als Rahmen zur
Pflege der Beziehungen zwischen Staat und Muslimen in Deutschland
bewährt. Auch biete sie einen Rahmen für den Dialog zwischen den sehr
vielfältigen Strömungen und Positionen innerhalb des Islams in
Deutschland. Die Deutsche Islam Konferenz ermögliche den Muslimen,
Differenzen offen auszutragen und diene damit auch der Stärkung einer
demokratischen Streitkultur unter Muslimen in Deutschland. "Dass diese
Vielfalt der in Deutschland lebenden Muslime in der Öffentlichkeit im
In- und Ausland mittlerweile stärker zur Kenntnis genommen wird, ist
ebenfalls ein Erfolg der Islamkonferenz."
Der Dialogprozess sei aber nach drei Jahren nicht an seinem Ende
angelangt, sondern bedürfe der Fortsetzung auch über das Ende der
Legislaturperiode hinaus, betonte der Bundesinnenminister. "Die
vielfältigen Ergebnisse der Studie "Muslimisches Leben in Deutschland",
die unterschiedlichen Initiativen der Bundesländer zum islamischen
Religionsunterricht und die ermutigenden Signale der Vertreter der
deutschen Muslime zeigen, dass die Deutsche Islam Konferenz fortgesetzt
werden muss."
(aus der Presseerklärung des Bundesministeriums des Innern)
» Keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
|